​​​​​​​​​​​Neue Geräte auspacken und nutzen: Self-Deployment mit Windows Autopilot

27.07.2021 | Aron Rath

Wie Ihre IT Devices ohne Aufwand bereitstellen kann

Mit dem stetigen Zuwachs an Geräten in Unternehmen und der Vielzahl an Orten, an denen diese eingesetzt und ausgerollt werden müssen, wird das Deployment von neuen und bestehenden Geräten zu einer Herausforderung für die IT.

Hierfür bietet Microsoft das Windows Autopilot Deployment im Microsoft Endpoint Manager an. Mit dieser Sammlung an Technologien können neue Geräte direkt vom Lieferanten oder Ihrer IT (ohne zusätzlichen Aufwand) an den Benutzer ausgeliefert werden. Damit entfällt die Notwendigkeit Geräte zunächst in der IT vorbereiten zu müssen, bevor diese dann an den Benutzer weitergegeben werden können.

In vielen Unternehmen werden neue Geräte aktuell nach dem “Wipe and Load“-Ansatz bereitgestellt – sprich formatieren und neuinstallieren. Dies ist bei der Nutzung von Windows Autopilot nicht mehr notwendig, da Geräte direkt über die Out-of-Box Experience (OOBE) in der von Ihnen gewünschten Konfiguration ausgerollt werden können. Dadurch entfällt das Aufspielen eins neuen Betriebssystems oder Images auf ein Gerät, da die bereits bestehende Installation dafür genutzt wird. Somit ist es unter anderem möglich ein OEM-installiertes Gerät zu verwenden und die bereits bestehende Windows Installation auf die Anforderungen im Unternehmen anzupassen (z.B. die Version auf Windows 10 Enterprise anheben). Dadurch sparen Sie Zeit und Kosten bei der Bereitstellung von neuen Geräten.

Windows Autopilot kann zudem auch für das Zurücksetzen und Wiederherstellen von Geräten genutzt werden. Damit kann mit Windows Autopilot der Lebenszyklus eines Windows Geräts sowohl für die IT als auch den Benutzer vereinfacht werden.

Die Kernpunkte von Windows Autopilot sind:

  • Reduziert die Zeit die Administratoren für das Deployment, Verwalten und Stilllegen von Geräten benötigen.
  • Reduziert die Infrastruktur, die benötigt wird, um Geräte zu Verwalten.
  • Erhöht die Benutzerfreundlichkeit für sowohl erfahrene als auch unerfahrene Benutzer.


Overview Windows Autopilot


Quelle Original (Microsoft): Overview of Windows Autopilot | Microsoft Docs​


Hinzufügen von Geräten durch Verkäufer und OEM

Um Geräte direkt an den Benutzer senden zu können, bietet es sich an, die Geräte durch den Lieferanten im Microsoft Endpoint Manager registrieren zu lassen. Es ist auch möglich Geräte selbst im Microsoft Endpoint Manager zu registrieren. Dies erfordert allerdings zusätzlichen Aufwand, da die Geräte vor der Übergabe an den Benutzer von der IT gestartet und registriert werden müssen.

Bevor Sie jedoch ein Gerät bei einem Lieferanten bestellen, sollte geprüft werden, ob dieser Lieferant das Hinzufügen von Geräten zum Microsoft Endpoint Manager unterstützt. Eine weitere Möglichkeit ist es, Geräte direkt von einem Gerätehersteller (z.B. Dell, Lenovo) zu beziehen. Auch diese sind in der Lage Geräte direkt in Ihrem Microsoft Endpoint Manager Portal zu registrieren.

Unter Umständen können durch diesen Schritt Zusatzkosten bei der Bestellung von Geräten entstehen.

 

Verwalten von bereits existierenden Geräten

Windows Autopilot unterstützt nicht nur die Einrichtung von neuen Geräten, sondern ermöglicht auch die Verwaltung von bereits bestehenden Geräten. Die Geräte können, nachdem sie zum Microsoft Endpoint Manager hinzugefügt wurden, über diesen Verwaltet werden. Somit können auch bestehende Geräte mittels Windows Autopilot aktualisiert bzw. konfiguriert werden.

Sollten Sie aktuell SCCM im Einsatz haben, können Sie Ihre SCCM Umgebung mit Microsoft Intune erweitern. Mit dieser Konfiguration können Sie die Vorteile beider Lösungen kombinieren - man spricht dann von Co-Management. Bei Bedarf können Sie steuern welche Workloads von SCCM auf Microsoft Intune übergehen. Zudem besteht die Möglichkeit zur Nutzung unterschiedlicher Aktionen, welche von Intune zur Verfügung gestellt werden. Ein Beispiel hierfür sind die Intune Remoteaktionen (Neustart, Remotesteuerung oder das Zurücksetzten auf Werkseinstellungen).

Es besteht auch die Möglichkeit ein Gerät manuell zu Windows Autopilot hinzuzufügen. Hierfür wird die Hardware-ID des Geräts benötigt. Diese lässt sich ganz einfach mit Hilfe eines von Microsoft zur Verfügung gestellten Skripts auslesen. So lassen sich z.B. einzelne Testgeräte hinzufügen ohne dass diese über einen anderen Weg dem Microsoft Endpoint Manager hinzugefügt werden müssen.

 

Kundenszenarien

Unsere Kunden haben in den letzten Monaten Projekte mit verschiedenen Zielsetzungen zum Thema Windows Autopilot mit uns durchgeführt. Dabei wurde Autopilot als Deploymentstrategie genutzt, um neue Geräte mit geringem Aufwand inklusive der gewünschten Konfiguration und den notwendigen Softwareapplikationen auszurollen. Im Anschluss an den Rollout werden die Geräte dann per Microsoft Endpoint Manager (MEM) oder im Co-Management per MEM und Intune verwaltet.

 

Starten Sie durch!

Hat diese neue Art des OS-Deployments Ihr Interesse geweckt? Wir erstellen mit Ihnen gemeinsam ein Konzept für die Nutzung von Microsoft Endpoint Manager und Windows Autopilot oder zeigen Ihnen in einem Proof of Concept (PoC), wie AutoPilot bei Ihnen eingesetzt werden kann. Ist Ihre Entscheidung für Windows AutoPilot und Endpoint Manager bereits gefallen, dann unterstützen wir Sie bei den Herausforderungen während der Implementierung.


Lassen Sie uns über Ihre Zukunft reden

E-Mail wurde versendet.
​​
TAGS
Endpoint Manager; Windows Client
Ja
Microsoft